Das gefährliche Leben der Fahrradkuriere im Film
Am 6. Oktober startet das 7. Internationale Festival des Fahrrad-Films in den Herner Flottmann-Hallen. Spielfilme aus der amerikanischen Fahrradkurierszene bilden einen Schwerpunkt. Heute wird sein Programm veröffentlicht.
Ohne Bremsen durch New York, auf dem Kunstrad durch China, oder preisgekrönter Fahrrad-Zeichentrick aus den Niederlanden: Am 6. Oktober entführt das Internationale Festival des Fahrrad-Films seine Gäste in die verschiedensten Winkel der Fahrradwelt. Heute hat die Jury des Festivals über das offizielle Programm entschieden. "Angesichts von insgesamt 60 Einsendungen sind die Entscheidungen über Programm und Filmpreis schwer gefallen“, so ein Jurymitglied. Für die finale Filmliste wurden 21 Filme aus neun Ländern auswählt.
„Filmemacher aus USA, Mexiko und Kanada stellen dieses Jahr die größte Anzahl von Filmen. Viele davon zeigen das urbane, wilde Leben der Fahrradkuriere“, so Gernot Mühge, der Leiter des Festivals, „aber, wie gewohnt bringen wir auch den schrägen, politischen, sinnlosen oder künstlerischen Fahrradfilm“. Der Zuschauer schaut in die Alltagswelt indischer Zeitungsausträger oder ins Training einbeiniger Bahnradprofis für London; er wird verzaubert von amerikanischer Fahrradliebe und schließlich mit grellen Filmexperimenten konfrontiert. „Eine erstaunliche Menge ernsthafter Kunst wird hier mit dem Rad bewegt", resümiert eine Stimme aus der Festivaljury.
Das Festival beginnt am 6. Oktober um 20:00 Uhr in den Flottmann-Hallen, Flottmannstraße 94 – Herne.
Radaktivisten treffen sich am 15:30 am Bochumer Rathaus und fahren gemeinsam nach Herne. Dort gibt es Karten für vier Euro an der Abendkasse. Das Bochumer „Team Hollandse Frietjes – non-professional cycling“ organisiert das Festival in Kooperation mit dem Roomservice Herne.